Nach dem spektakulären Spiel gestern und einer angenehmen Nacht hatte ich irgendwie erstmals nicht soo richtig Lust loszufahren. Es hatte auch noch nicht offen, wo es nach Frühstück aussah und warten oder suchen wollte ich nicht, also bin ich so losgefahren.
Es zeigte sich, dass der Pilgerweg auf diesem Teilstück meist an einer Nebenstraße entlang führt, so dass ich hervorragend auf der Straße fahren konnte.
Es war bewölkt, fast kühl, auf den Straßen an diesem Sonntag-Morgen Nix los, ich glaube in einer Stunde kamen drei Autos...
So rollt man ein, findet einenRhythmus und auf der ebenen, teils sogar leicht abschüssigen Straße ging das Fahren dann doch richtig gut.
Landschaftlich jetzt kein Highlight, über flaches Land parallel zur Autobahn und ich war endfroh, dass ich auf dem Rad an den sich teilweise doch recht dahinschleppenden Pilgern vorbeidüsen konnte.
Also viele Bilder hab ich wohl nicht gemacht...
Um viertel nach eins kam ich in León an, das Hostel liegt super zentral gleich neben der Kathedrale und direkt in der Fußgängerzone... wo ich dann erstmal leicht verschwitzt und in Fahrradmontur zwischen den Sonntagsspaziergängern durch zum Hostel manövrieren musste.
Musste noch vor der Tür in einem Café warten bis der Check-in möglich war und jemand aufgemacht hat.
Die Kathedrale ist irgendwie eine besondere in Europa, muss ich nochmal nachlesen, sieht jedenfalls überragend aus.
Vor den nächsten Etappen, mit deutlich Höhenmetern beschliesse ich hier noch einen Tag zu bleiben.
Im Hostel treffe ich einen Studenten aus Berlin, auch mit dem Rad, der in Marokko gestartet ist, meist wild zeltet und "auf dem Weg nach Hause" ist, total netter, entspannter Typ, auch schön mal wieder mit so jemandem zu quatschen.
Noch die Etappendaten:
100km, Fahrzeit 4:24, Dauer ca 5:45, 451 Hm rauf, 451 Hm runter, 22,7 km/h Schnitt (glaube so flott ging's bislang noch nie)
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