12.06.24 Etappe 16: Saint Nazaire-> Fromentine

Ich starte gemütlich und kann beim Einpacken noch mit dem Paar aus UK plaudern, die von die Küste von Süden nach Norden befahren und die ihr Zelt abends noch neben mir aufgeschlagen hatten. Beide sehr nett, die Themen: Brexit (aber ich hab damit nicht angefangen), wo beide immer noch entsetzt sind dass das so passiert ist und meinten dass die Auswirkungen teils dramatisch sind. Er so:" Would you take us back as I think meanwhile the majority in UK would want to?" Naja, hab ich mal offen gelassen...😃

Weiteres Thema: Klopapier... die Beiden meinten je weiter in den Süden desto geringer die Chancen auf den Campingplatz-Toiletten welches vorzufinden. Ich meinte dann, bisher sei mir das noch kein einziges Mal passiert. Sie so:"Ok, I trust you" und schenkt mir ihre Rolle Klopapier 😂! Ich hab mich mit einem kleinen Grießpudding revanchiert, den ich vom Abend noch übrig hatte. Wenn das mal auf anderen Gebieten auch so spontan und einfach ginge, so internationale Deals um Ressourcen, quasi 😄.

Der Weg geht zunächst an der Küste entlang, wendet sich dann auf kleineren Straßen mehr ins Landesinnere, immer wieder mit kleinen Anstiegen und Abfahrten. Es geht durch den Ort Pornic, um den kleinen Hafen herum und am Meer entlang wieder hinaus. Ich finde einen schönen Platz für eine kleine Rast.

Ein paar Kilometer weiter führt der Weg dann wieder hinter einem Damm direkt am Meer entlang, ohne dass man es sieht. Wenn man mal den Damm rauf geht, sieht man die kleinen Stege und Häuschen der Austernfischer (ich glaube das ist was es ist, muss nochmal nachlesen). 

Dann komme ich an die Strasse rüber zu einer kleinen vorgelagerten Insel. Da stehen einige Radler und warten... Ich bleibe stehen und schaue fragend rum (offenbar). Komme dann mit einer ebenfalls wartenden Schweizerin ins Gespräch, die mir erklärt, das sei die berühmte "Passage du Gois", eine Straße, die man nur bei Ebbe befahren kann, so eine Stunde vor bis eine Stunde nach Wassertiefststand. Bei Flut steht das Teil unter Wasser und ist nicht passierbar. 
Ich muss eine halbe Stunde warten, dann kann ich fahren. Sensationell...

Die Leute kommen hierher und laufen mit ihren Eimerchen im Schlick rum, die suchen wohl Muscheln oder so was (Austern nicht, oder?).

Nach ein paar Kilometern über die Insel muss ich noch über eine große Brücke fahren, dann erreiche ich das Etappenziel für heute, einen - ziemlich großen- Campingplatz.

Noch die Etappendaten:

74km, 4:17 Fahrzeit, Dauer 6 Std.

ich fahre immer noch "einbeinig, also linker Fuß mit der Ferse auf dem Pedal, das geht ganz gut. Ich dehne jetzt auch regelmäßig, morgens und Abends sehr intensiv und bei jeder Pause. Dazu noch das IBU-Gel, es fühlt sich heute schon besser an als gestern. Muss das wohl noch paar Tage so weitermachen, ich hoffe dann geht's wieder normal (Fingers crossed und nochmal Danke den Ratgebern!)

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