13.06.24 Etappe 17 nach La Motte Martin

Nach dem üblichen Frühstück mit Croissant und Kaffee am Campingplatz ging es auf die Strecke. Ich hatte noch nicht genau festgelegt, bis wie weit. Ich wollte nur weit genug kommen, um am nächsten Tag keine so lange Etappe nach la Rochelle zu haben. Der Weg ging erst mal einen sonnigen Pfad entlang durch den Pinienwald, was eigentlich ganz angenehm zu fahren ist, nur geht's dauernd auf und ab und immer sind Wege zu queren, die über Pfosten abgesichert sind, damit man nicht so schnell fährt, die teilweise so eng gesteckt sind, dass man im Schritttempo fahren muss und mit den Gepäck Taschen sicher durch zu treffen. Deshalb war das vorwärtskommen nicht so zügig wie normal. 

Der erste größere Ort, Saint-Hilaire-de-Riez, hatte eine sehr schöne Uferpromenade, die man auf dem Radweg entlang fahren konnte, allerdings haben sie es da geschafft, durch hervorragend schöne Siebzigerjahre Apartmentblöcke die Küstenlinie ziemlich zu verhandeln. Der Ort ist fast ausgestorben, nur ein paar Senioren wandeln die Promenade entlang. Es ist halt noch nicht Hauptsaison, deswegen ist auch hier noch nichts los und an allen Ecken wird gezimmert und gehämmert, um sich für die Hauptsaison zu rüsten.

danach ging es weiter, teils auf Radwegen, durch den Wald oder hinter den Bühnen entlang, teils auf kleinen Sträßchen. Eigentlich recht gut zu fahren. Zur Mittagspause habe ich einen sehr schönen Platz oberhalb eines Strandes gefunden, allerdings war's da ziemlich frostig, der Wind bläst frisch und kühl, so dass man eine Jacke braucht.

Leuchttürme gibt's hier auch…

später geht es hinter den Dünen durch Marschland, teils zwischen Gewässern hindurch, auf einem sonnigen Radweg, der sich aber gut fahren lässt. Der Himmel ist bedeckt, es soll später regnen, deshalb beeile ich mich ein wenig, einen geeigneten Zeltplatz zu erreichen, bevor der Regen losgeht.

gegen 16:00 Uhr schließe ich das was für heute, und steuere den nächst besten Campingplatz an. Das ist so eine, der etwas clubmäßig ist, mit Wasserrutsche, Swimmingpool und Tralala für Kinder,. Die Dame an der Rezeption erklärt mir, dass sie heute Probleme mit ihrem Reservierungssystem haben und der Logistik, und dass sie mir nicht sagen kann, welcher Platz jetzt reserviert und welcher noch frei ist. Nach längerem Palaver hin und her, meint sie ich solle doch die Servicenummer der Zentrale anrufen die könnten mir bestimmt helfen. Da hatte ich dann die Faxen dick in Klammern das hat 15 Minuten gedauert in Klammer bin umgedreht und zum nächsten Campingplatz weitergefahren. Ich habe dann einien gefunden, der keine wesentlichen "Sterne" hatte, aber sonst ganz okay schien. Leider hat der Campingplatz weder einen Aufenthaltsraum, noch einen kleinen Laden, noch ein Restaurant oder eine Bar, sondern genau gar nichts. Also musste ich, nach dem Zeltaufbauen und duschen, noch mal losfahren, 3 km zurück zum nächsten Supermarkt und mir ein wenig Proviant kaufen. Das alles in Rekordtempo, hat aber noch funktioniert ohne wesentlichen Regen. So habe ich heute Dinner im Zelt, mit Baguette, Käse, Wurst und Bier. Auch nicht schlecht zur Abwechslung. Zum Nachtisch gibt's noch Milchreis mit Karamell, den gibt's im Supermarkt leider nur im Vierer Pack… 😄

Allerdings habe ich den Luxus einen eigenen Stromanschluss am Platz zu haben, so kann ich alle notwendigen die weißes aufladen. Das ist doch was! Ansonsten ist auf dem Campingplatz keine alte Sau…

Noch die Etappendaten:
100km, 5:42 Fahrzeit, Dauer:Zu lang wegen der Dödel am ersten Campingplatz...

Ach ja, der Achillessehne geht's einigermaßen, mit dem Dehnen und der Salbe wird es jedenfalls nicht schlimmer, eher etwas besser.

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Kommentare

Jo
Vor 2 Jahr

Armin,
Ça va!
Ich kenn ja deine Planung nicht, aber wenn Du in die Gegend von La Rochelle kommst, die Île de Ré ist einen Abstecher wert.
Just a thought.
A bientôt
Jo

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