Nachdem mein Plan, etwas weiter zu kommen gestern pannenbedingt ja nicht aufgegangen war, war diese Etappe nach Pamplona also etwas länger als geplant. Insbesondere wegen der Höhenmeter wäre es mir anders lieber gewesen, aber fahren wir halt so.
Nachdem das vom Regen der Nacht noch feuchte Zelt eingepackt war, konnte ich gegen neun bei - Jubel! - schönem Wetter starten.
Nach ein paar Kilometern meinte es Komoot gut und hat mich auf einen Pfad geschickt, um einen langen Tunnel der Bundesstraße zu vermeiden. Der Pfad wurde zu einem Single-Trail, mit viel hohem, nassen Gras links und rechts und viel auf und ab, so dass ich teilweise schieben musste. Nachdem ich mich da durchgekämpft hatte, bin ich dann - wieder nass und schwitzend - an einem Feldweg rausgekommen, wo grade ein Hirte seine Ziegenherde vorbeigetrieben hat. Er hat etwas komisch geschaut ...
Danach ging der Weg dann - als schöner Radweg - flussaufwärts am Bidasoa entlang, der hier der Grenzfluss zwischen Spanien und Frankreich ist.
Unterwegs gab es auch ein paar Tunnels, die teils durchaus lang und dunkel waren..
Ich fand es erstaunlich das sich die Landschaft nach so wenigen Kilometern von der Atlantik-Küste mit Pinien, bis hierher, zu hügeligem "Voralpenland" mit Misch- und Nadelwald geändert hat.
Nach einigen weiteren km am Fluss entlang, steigt die Straße immer mehr an und wird zu einer schmalen Bergstraße, um die erste größere Hügelkette Richtung Pamplona zu überwinden. Es geht auf über 10km gut bergauf, am Schluss hin stellenweise durchaus steiler, aber nicht extrem.
Auf der Passhöhe angekommen und nach kurzer Pause, geht es dann bergab ins Nordspanische Hochland an malerischen Dörfchen vorbei. Runter geht's aber nicht so weit wie vorher rauf, weil man ja quasi auf die Hochebene gefahren ist.
Die Gegend ist sehr ländlich, hügelig und sehr schön.
In Pamplona angekommen, hatte ich ein Hostel gebucht, dort erstmal mich, dann das Fahrrad, dann die Radlsachen gewaschen und durch die Gassen gewandert.
So was wie den Dürer-Platz in Nürnberg scheint es hier auch zu geben, einen Platz wo sich junge Leute treffen, sich irgendwo auf den Boden setzen und was trinken.
Ich gehe noch was Essen, ich hab richtig Hunger und nehme einen großen Burger und extra Salat. Danach falle ich in Koje 3 (ja, zufällig gleiche Nummer wie Biarritz 😂)
Hier noch die Etappendaten:
106km, 1.475 Hm, 6:21 Fahrzeit, Dauer ca 7:45
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Kommentare
Servus Armin, tolle Eindrücke, die Du mit den Bildern lieferst. Hoffentlich bleibt das Wetter so. Diese Erfahrung mit dem „Schleicher“ muss ein jeder Radler machen: Immer auch den Mantel absuchen. Dir weiterhin gute Fahrt. LGMR
Tja, den Dorn hatte ich gesehen, aber die Spitze war halt noch drin, die hab ich tatsächlich nur nach Mantel abbauen und umstülpen gefunden. Aber: Wieder was gelernt!