Spezial-Etappe heute: Eigentlich wollte ich die halbe Strecke nach Pamplona fahren, knappe 70km. Ich bin also gegen neun von dem netten Hotel aufgebrochen, bei leichtem Nieselregen. Es war aufgrund der Wettervorhersage klar, dass es bei dieser Etappe einiges an Regen geben würde, das habe ich aber in Kauf genommen.
Etwas traurig war ich schon (kurz), weil Biarritz sehr schön ist und auch die folgenden Km auf der Strecke immer wieder an schönen Strandabschnitten vorbei führen, dass das Wetter grade hier so schlecht war.
Auf dem Weg durch Sait-Jean-de-Luz merke ich dann, dass der Vorderreifen immer schwammiger wird: Plattfuß... Ok, irgendwann muss das mal passieren, ich also im Nieselregen an einem Gebäude mit Bankomat stehengeblieben, Vorderrad raus, Ersatzschlauch rein, Vorderrad wieder rein, fertig. Die Leute, die derweil Geld abgehoben haben, haben zwar teils komisch geguckt, aber ok. Ich schaue noch kurz nach der Ursache, sehen einen Dorn im Mantel stecken und ziehe den raus. Gute 10min später geht's weiter.
Kaum durch den Ort durch, wird das Vorderrad wieder weich...gibts ja nicht... hilft nichts, im wieder stärkeren Regen unter einem Baum gehalten, das Ganze nochmal. Gut dass ich zwei Ersatzschläuche dabei habe, denke ich noch. Wieder fertig, also weiter. Der Weg führt aus dem Ort raus und einen Hügel rauf. Oben angekommen glaub ich's nicht, Vorderrad wieder platt! Geflucht, geschimpft, aufgepumpt und den nächsten - zum Glück - nahegelegenen Zeltplatz angesteuert. Ich komme da um kurz nach 12 hin, Rezeption geschlossen bis 14:00 ... Es gibt aber ein Restaurant, erstmal ein Bier bestellt und überlegt. Ich beschließe zu bleiben, und erstmal alles wieder zu reparieren. Der freundliche Wirt gibt mir ein Eimerchen mit Wasser und ich kann 3 Schläuche flicken... Ich hab dann auch gesehen, dass die Spitze des Dorns immer noch im Mantel steckte, die hatte also alle drei Schläuche auf dem Gewissen. Ich hab sie mit paar Schimpfworten bedacht und dann entfernt...
Bei der Montage fällt mir auf dass zwei meiner drei Reifenheber (ich glaub die heißen so?) fehlen. Ich bekomme den Mantel drauf und vermute, dass ich die anderen beiden wohl bei der letzten (sehr nassen, sehr schnellen) Reparatur hab liegenlassen... Also zunächst Zelt eingecheckt (Rezeption war inzwischen da), dann nochmal losgefahren, ca 2 km zurück, sehr hüglig, zwei Erster-Gang Anstiege dabei. Zum Glück liegen die zwei Teile - wie vermutet - unter dem "Wechselbaum". Also wieder zurück zum Campingplatz. Von der Anhöhe aus mache ich noch ein Foto, dann reichts mir für heute.. Zelt aufbauen (im Niesel) duschen (hat aufgehört zu nieseln), zum Restaurant ein großes Bier und eine Pizza bestellt und das iPad für das Spiel vorbereitet...
Jetzt passt es dann wieder 😄
Noch die Etappendaten:
23,4 km, Plus die extra Runde wegen Vergesslichkeit
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Kommentare
So ein Tag musste ja mal kommen. Kopf hoch! Heute mal ein Füllkrug!
Der Füllkrug hat’s dann ja rausgerissen😄. Danke für den Zuspruch 👍😀