22.06.24 Pausentag in Biarritz

Gestern Abend war das Frankreich-Spiel gegen Niederlande angesagt, das konnte ich in einer vollen Kneipe mit vielen jungen Franzosen anschauen. Tolle Atmosphäre mit viel „Alé le bleu“ und Fan-Gesängen zwischendurch. Naja, so viel zu feiern gabs für die Frenchies ja nicht, nachdem die neue „Nase der Nation“ (war das nicht vorher Louis de Funes? Oder Gérard Depardieu?) nicht spielen konnte.

Voller Kontrast jedenfalls zum öden Campingplatz am Abend vorher. Die AltStadt ist voller Leben, die Gassen sind voller Menschen (keinesfalls nur Senioren…) und überall ist Musik, teils mit DJ und mit auf die Straße gerichteten Lautsprechern und richtig laut.

Ich kann in Koje3 sehr gut schlafen, das einzige Thema war das Fussballbier, das um 4:30 rauswollte, so dass ich gezwungen war aus dem obersten vom 3 Stockbetten im Stockdunklen geräuschlos auf die Toilette zu manövrieren…mit ein wenig Artistik kein Problem…

Den Tag lasse ich ruhig angehen, regnet eh… dafür kann ich recherchieren, wie die Optionen von hier aus weiter sind. Eigentlich soll die Route an der Nordküste entlang landschaftlich schöner und bisschen wilder sei, nachdem an der Küste aber das Wetter die nächsten Tage wohl so wechselhaft und regnerisch bleiben soll und hinter dem Küstengebirge kaum noch Wolken auftauchen entscheide ich mich für die „Pilgerroute“ bzw. dem EuroVelo3 über Pamplona und Burgos. Das Stück bis Pamplona teile ich mal in 2 Etappen, das sind sonst etwa 130km mit 1.900 Höhenmetern, doch viel für einen Tag für BisherNurFlussUndKüstenFlachradler.

Nachdem ich mir ein Sandwich besorgt habe, schaue ich noch den Surfschulen zu, denen der Nieselregen ja nichts ausmacht.

Also keine Etappendaten für heute, ich bin aber sehr froh, dass bisher alles so gut gelaufen ist und ich - trotz Wetter und Achillessehne (die schon deutlich besser geworden ist) - bis hier gekommen bin. 
Insgesamt etwa 122 Stunden auf dem Radl und ca. 2.150 km gefahren bis hier. Das klingt viel, man braucht aber eigentlich nur die Zeit, muss früh aufs Radl steigen, losfahren und halt einigermaßen zügig bis zum Nachmittag fahren, also halb so wild. Wie vorher schon mal erwähnt, denke ich, man kann das auch anders machen, kürzere Etappen, mehr anschauen, mehr Pausen, da bekommt man sicher noch mehr mit, aber wenn man bisschen weiter kommen will, muss man halt bisschen anders planen, und so wies grad ist, isses für mich sehr okay.

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Kommentare

Rudi u. Marianne Binder
Vor 2 Jahr

Servus Armin, reife Leistung, voller Respekt, Marocko wartet schon! Alles Gute weiterhin und xund bleim. LGMR

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