Nach einer weitestgehend ruhigen Nacht ging's früh los, weil a) die Jungs aus US, die im gleichen Zimmer waren und auf dem Jakobsweg unterwegs, schon um 6 mit rumrascheln und zusammenpacken am machen waren und b) ich Frühstück mit gebucht hatte und trotzdem früh losfahren wollte.
ca 7:45 bin ich dann gut gesättigt losgeradelt.
Zunächst aus der Stadt raus, was allerdings auf einer ewig langen, aber schnurgeraden Ausfallstrasse sehr gut ging, dann meist auf Straße etwas über Land. Nach ca 30 km führt die Straße in ein enger werdendes Flusstal und steigt gemächlich an. Es ist wolkenlos, aber halt noch früh, da lässt sich gut fahren.
Die Straße wird dann immer kleiner, dann kommt ein Abzweig und der Hauptanstieg des Tages beginnt. Meist im Wald, also schattig (zum Glück!) geht's erstmal zwischen 8 und 10% rauf, dann endet der Wald und das Finale mit bis 12% führt auf die Anhöhe rauf, von wo der Blick sensationell ist, und unten in den Tälern noch die Wolken hängen...
Nach dem überragenden Ausblick führt die Straße bisschen runter, dann wieder rauf auf eine zweite Passhöhe, auch bei ca1.300m Höhe. Es folgt eine tolle Abfahrt, und dann nochmal ein Anstieg, was ich immer mies finde, wenn man den Hauptanstieg schon geschafft hat, aber eben nochmal aufs ganz kleine Kettenblatt muss...
Nach einer weiteren Abfahrt erreiche ich das heutige Ziel, einen Campingplatz kurz vor Sarria. Ich bin ganz froh, hier hat man Platz, stört keinen und nach den Schlafsäälen zuletzt, doch wieder schön.
Der Campingplatz ist etwas außerhalb des Ortes, mal sehen, werde wohl nochmal aufs Rad müssen und Wasser etc. kaufen, denn einen Laden hat der Platz hier leider nicht.
Sarria selbst hat keine wesentlichen Attraktionen, einen Stadtbummel mache ich wahrscheinlich nicht.
Als unfassbaren Luxus konnte ich einen Stuhl leihen, das ist super! Falls ich wieder sowas machen sollte, ist auf jeden Fall ein kleiner Stuhl mit dabei. Es gibt welche, die sind verpackt auch nicht viel größer als ein Schlafsack und wurden so 1.4 kg, das ist es aber wert, dann muss man nicht so am Boden rumkreuchen oder direkt im Zelt rumliegen, wenn's keine Bänke gibt, und das war bisher nur selten der Fall.
Noch die Etappendaten laut Garmin:
93km, Fahrzeit: 5:31, Dauer 6:51, insgesamt 1.609 Hm rauf, 1.702Hm wieder runter...
Nachdem es nicht so heiß war, der Anstieg viel im Schatzen und ich mit Trinken gut aufgepasst habe, ging das hervorragend und es war eine der, wenn nicht DIE schönste Etappe bisher.
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