04.07.24 Etappe 34: Sarria -> Arzua

Von dem durchaus angenehmen Campingplatz in Sarria bin ich gegen halb neun zur nächsten Etappe gestartet. Bis ganz nach Santiago von hier wäre es doch noch zu weit und zu viele Hm für eine Etappe gewesen, also hatte ich einen Campingplatz etwa auf halber Strecke gesucht aber leider hab's da nichts sinnvolles. Also hatte einen Zeltplatz bei Arzua gewählt, in ca. 80km, dann bleiben nur noch 45 bis Santiago. In dem Ort Arzua an sich ist ansonsten aber rein gar nichts... 

Der Start hat mich dann schon genervt, weil es nach ewa 1km im Ort schon recht steil nach oben ging, und ich das nicht leiden kann wenn man ohne einrollen quasi kalt schon volle Kraft fahren muss.

Bis zum Ortsrand waren schon einige Pilder unterwegs, aber zu meiner Überraschung wurden es eher noch mehr als weniger, quasi wie ein Schulwandertag sah das aus, alt und jung, teils mit Lautsprecher und Musik, teils in kleinen, teils in großen Gruppen und meist mit Tagesrucksäckchen ausgestattet, also wahrscheinlich mit Gepäcktransport.
Gestern hatte ich gelesen, das Sarria der Ort am Camino ist, der noch gut zu erreichen ist und grad noch weiter als 100km von Santiago weg. Das ist deswegen wichtig, weil man als Pilger mindestens 100km nachweisen muss, damit man den letzten Stempel, oder das Büchlein oder Abzwichen oder was immer man da kriegt, bekommt. Deshalb sind es von hier aus viel mehr! Und alle mir im Weg! Vor allem bei Abfahrten super-nervig, wenn du immer wieder auf Schritttempo runterbremsen musst, weil so ein Pilger-Sepp mitten auf der Straße läuft und vor lauter meditativer Disco-Musik aus seinem Bluetooth-Lautsprecher meine Klingel nicht hört... 

Einen langen Anstieg wie gestern hab's diesmal nicht, dafür viele kleine und mittlere, da kommen doch auch ganz schön Höhenmeter zusammen. Das Höhenprofil aus Komoot sieht jetzt nicht soo wild aus, hängt sich aber doch ganz schön in die Beine ...

Landschaftlich schon abwechslungsreich, aber mit wenigen Weitblicken, weil meist auf kleinen Straßen durch den Wald, deshalb hab ich kaum Bilder gemacht, die sähen sich alle recht ähnlich. Einmal kam ein See, der sah recht schön aus.

Um die Pilger-Herde zu vermeiden, bin ich dann das letzte Viertel quasi durchgehend auf der Landstraße gefahren, natürlich nicht so schön, aber man kommt vorwärts und schneller ans Ziel, zumal es schon nach mittags war und die Sonne echt runtergestochen hat, so dass ich einfach ankommen wollte.

Noch die Etappendaten: 

79,8 km, Fahrzeit 5:18, Dauer ca 6:22, 1.533 Hm rauf, 1.580 Hm runter.

Gut dass es morgen nur noch 45 km sind ...

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