Nachdem ich im 22er(!) Schlafsaal in Pontevedra erstaunlich gut geschlafen habe, konnte ich zeitig starten. Es ist morgens ich ziemlich kühl, starte also mit Langarm-Shirt drüber. Ähnlich wie auf der vorigen Etappe geht es ständig rauf oder runter, mal durch den Wald, mal durch Ortschaften. Da ist es oft ziemlich gemein, weil es immer wieder kurze sehr steile Verbindungsgassen gibt, die Komoot einen raufschickt, die sind teils an der Grenze des fahrbaren, aber zum Glück meist kurz. Runter ähnlich, da muss man ordentlich Bremsen und kann halt auch nur quasi Schrittempo fahren.
Anfangs trocken beginnt es nach einer Stunde zu Nieseln, mal mehr, mal weniger.
Nach etwa 15km - nach wie vor leichter Nieselregen - erreicht man eine Bucht, die man umfahren muss.
Nach etwa der halben Strecke erreicht man den Ort Tui (hab aber kein Reisebüro da gesehen 🤨), und damit den Rio Minho, der der Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal ist. Es hat aufgehört zu nieseln und am Flussufer ist ein schönes Plätzchen für eine kleine Pause.
Ich fahre über die Brücke und bin in Portugal, keine Grenze, keine Kontrolle, nix, Europa halt...
Ab hier, auf der portugiesischen Seite, gibt es einen wunderschönen Radweg unmittelbar am Ufer des Rio Minho entlang, eigentlich toll zu fahren, leider hat der Regen wieder angefangen und wird zu deutlich mehr als nur Niesel...
Der Radweg ist gut 40km lang und geht runter bis an die Flussmündung. Der Regen gibt plötzlich Gas und ich stelle mich unter ein paar Bäumen unter. Kurz danach geht der Radweg durch so eine Freizeitanlage, dort wurde ein anderer Belag verwendet, der ist durch den Regen spiegelglatt. Ich kann das beurteilen, weil es mir in einer Kurve mal eben die Räder wegzieht und ich auf dem Hosenboden lande. Ich war langsam, nix passiert, nur Erschrocken halt ...
Die letzten knapp 20km schüttet es, triefend erreiche ich das Meer, der Radweg geht hier direkt neben dem Strand lang, bestimmt toll bei schönem Wetter... Naja...Wahrscheinlich gilt auf diesem Trip die Regel "Armin + Strand = Regen", echt bisschen schade ...
Eigentlich wollte ich heute auf einen Campingplatz, ändere aber den Plan wegen dem Sauwetter und buche das billigste Hostel am Platz (eher Mittel-edel würde ich sagen, aber die warme Dusche ist prima und sehr willkommen).
In dem Ort gibt's außer dem Strand eigentlich nichts weiter interessantes zu sehen... weil das aber ja Portugal ist, muss ich in ein Café und Pastel de Nata kaufen...
Irgendwo gibts hoffentlich eine Kneipe in der das Fussballspiel heute Abend läuft.
Noch die Etappendaten:
92,7 km, Fahrzeit 5:35, Dauer 7:35, 931 Hm rauf, 959 Hm runter.
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