10.07.24 Etappe 38: Ancora -> Porto

Da war wieder alles dabei auf dieser Etappe... Ich bin zeitig aus dem Hotel aufgebrochen, in voller Regenmontur, die Schuhe von gestern noch feucht, bei Nieselregen. Einen Kaffee und ein Croissant (oder wie das in Portugal heißt) gab's noch, dann los. Zunächst im Sprühregen meist entlang größerer Straßen und mit Gegenwind, also Regen immer ins Gesicht. Bin ohne Radbrille gefahren, sieht man sonst nix bei dem Regen. In Viano de Costelo gibts einen schönen Hafen, da hängen aber noch die tiefen Wolken drin.

Mach etwa zwei Stunden lässt der Regen nach und es wird langsam heller. Ich hatte die Route dicht an der Küste lang gewählt, was erstmal egal war, weil man sowieso kaum was gesehen hat. Was ich auch nicht wusste ist, dass die Ortschaften hier ineinander gewachsen sind und die Ortsstrassen allesamt Kopfsteinpflaster sind. Das kann ich gar nicht leiden, das Geholper dauernd und man kommt nicht so gut voran wie auf Asphalt. Man muss sich aber dran gewöhnen, denke ich bin so 40km so rumgeholpert...

Dafür hört der Regen auf und man sieht, dass man tatsächlich an schönen Stränden und Küstenabschnitten entlang fährt. Allerdings reiht sich - wie gesagt- ein Ort an dem anderen, allesamt recht touristisch.

Tatsächlich kommt die Sonne raus. Einmal lockt mich mein ansonsten absolut zuverlässiges Navi auf einen Sandweg zwischen Dünen, quasi als Verbindung zweier Straßen, aber - erstmals - gibt es den weiteren Weg nicht.. Ich muss umdrehen und schaffe es das Fahrrad in einer Pfütze richtig einzusauen (und einen Schuh auch). 
Nach ein bisschen Schimpfen und Fluchen (war aber sonst keiner da ...) geht es weiter, teils über Holzpfade unmittelbar am Meer entlang.

Die letzten Kilometer nach Porto rein geht es auf gut ausgebauten Fahrrad-Wegen, auch an der Raffinerie vorbei die dort steht.

Nach einer kleinen Festung wendet sich der Weg nach links und führt am Douro entlang nach Porto hinein. Das Grande Finale ist dann der Anstieg in die Altstadt, mit Stop-and-Go mitten im Stadtverkehr. Ich merke, dass das blöde Kopfsteinpflaster deutlich anstrengender ist als normale Straße und muss mich ganz schön raufquälen. Es ist inzwischen auch deutlich wärmer geworden. Schweißtriefend und ziemlich abgekämpft erreiche ich das Hostel, aber nach einer Dusche, bisschen was zu essen und trinken und ein paar Minuten in der Hängematte im schönen Garten des Hostels passt es wieder.

Noch die Etappendaten:

105 km, Fahrzeit 6:03, Dauer 7:41, 689 Hm rauf, 550 Hm runter.

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