01.09.26 Elfter Tag: Vom in-the-middle-of-nowhere-Camping nach Bordeaux

Im kleinen Restaurant des Campingplatzes nehmen wir noch ein leckeres Frühstück mit selbstgemachter Marmelade zu uns, dann geht es weiter. Das Wetter ist prima, kein Regen in der Nacht, kein Regen in Sicht. Erstmal geht's durch Palus und meist bergab. Falls das jemand - wie ich - nicht weiß: Was in Deutschland schlicht "Flachlage" heißt, heißt hier Palu, also quasi Weinberg in der Ebene. Der Wein ist angeblich nicht so gut wie Hanglage oder Steillage, das sieht man den Sträuchern aber nicht an... 

Auf einem schönen Radweg geht's gradaus 14km nach Bayles, wo wir auf die Fähre über die Gironde warten.

Die Fährüberfahrt dauert zwanzig Minuten und wir sind froh auf dem braunen Gewässer und nicht drin zu sein.

Der größte Teil des weiteren Weges zieht sich auf kleineren Straßen (diesmal richtig guter glatter Asphalt, nicht wie sonst oft eine x-mal geflickte Asphalt-Hoppel-Strecke) durchs Anbaugebiet des Medoc (jedenfalls gibts jede Menge entsprechende Chateaus mit Weinverkauf rechts und links). 

Nach 65km erreichen wir Bordeaux, wo wir ein AirBnB bei Pierre haben, ein kleines Maisonette im Hinterhof einer Nebenstraße ziemlich im Zentrum. 
Das Häuschen ist super nett, wir können die Räder sicher im kleinen Hinterhof abstellen. Das Gebäude ist schon recht alt, Pierre hat überall so Duftzeugs aufgestellt, aber so 100% lässt sich der leicht muffige Geruch nicht kaschieren...Aber ist ok, nicht schlimm...

Nach einer Brotzeit mit leckerem Baguette und diesem und jenem machen wir noch einen Spaziergang durch die nahegelegene Innenstadt. Sehr schön auch, dieses Bordeaux...

Lied des Tages (nicht mein Lieblingslied aber passt halt) : "Red, red wine; nein, nicht von UB40, sondern das Original von Neil Diamond"

Alternativ (deutlich eher mein Geschmack): "The RedWine, The Winery Dogs"

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