Tour 2026 in Frankreich von Rennes nach Biarritz

Mehrere Optionen durchgespielt und doch wieder bei einer Radtour gelandet... Warum? Weiß nicht genau... vielleicht weil die Kombination aus Bewegung, der relativen Langsamkeit, in der die Landschaft an einem vorbeizieht, der gleichmäßige Rhythmus der Pedale, die (meist frische) Luft in der Nase, die Abwechslung zwischen Stadt und Land, mal im Zelt, very basic, mal im Hotel oder witzigem AirBnB schon irgendwas hat.
Ja, die treuen Blog-Leser (also ich kenne mindestens 1 !) wissen, dass ich 2024 da schon eine sehr ähnliche Strecke gefahren bin. Das Wetter war nicht so toll, ich bin mehr so "vorbeigerauscht" an allem und mir hats trotzdem da sehr gut gefallen, deshalb also mit Andrea zusammen nochmal da hin. 

Um maximal Zeit in Frankreich zu haben, wollen wir anreisen. Frankreich mit Fahrrädern im Zug ist nicht so trivial, also haben wir den Übernacht-aber-mit-Fahrradplätzen-Flix-Bus gewählt um das Ganze gleich mal bisschen gemütlich zu starten :-) 

Also der Plan steht, das Gepäck (fast) auch, Wetterprognose bewusst noch nicht genau gecheckt (nutzt ja eh nichts...), die Hoffnung auf pünktlichen Flix-Bus und unproblematischen Umstieg in Karlsruhe ist unerschütterlich und die Vorfreude auf Croissant aux amandes steigt stündlich...
(Was ich nicht wusste: Das sind meist die Croissants vom Vortag, die nochmal mit Mandelcreme gefüllt und mit Mandelblättchen bestreut werden, bevor sie ein zweites Mal in den Ofen wandern. Genau deshalb schmecken sie oft noch besser als die frischen normalen: doppelt gebacken, doppelt Butter, plus Mandeln, sooo gut!!! Hab ich grad beim googeln der richtigen Schreibweise gelernt...) 

Passender Song (gehtl glaub nur auf Spotify...)

12.09.26 22ter Tag: Heimreise

Um das Ganze noch abzuschließen- und vielleicht als Merker für eine nächste Reise - ein allerletzter Eintrag für den Rückreisetag. Morgens alles gepackt und auf die Räder geladen. Pierre meinte wir können die Räder noch bis Mittags bei ihm stehen lassen, kein Problem. Also nochmal zum Strand runter, auf eine Bank gesetzt und bisschen wehmütig den Wellen und den Surfern zugeschaut.

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10.09.26 20.Tag: Biarritz 2

Pierre gab uns den Tipp, dass Vormittags Ebbe ist und man direkt am Strand lang, der paar Meter vom Haus weg, quasi über die Strasse rüber, bis in die Innenstadt laufen kann, das haben wir dan auch gemacht, war sehr schön. Am Strand dann noch den Surfern und Surfschulen zugeschaut. Schon sympathisch wie hier alt und jung zusammen Vormittags mal eben Surfen gehen (und wieviele Leute hier scheinbar dafür Zeit haben, und ich meine nicht die Touris). Neben uns auf der Bank saß die örtliche Statler & Walldorf Gruppe, vier Senioren, die scheinbar öfter da sitzen, jeden zweiten local Surfer begrüßten, mal ein "Fist Bump" von einem jungen Surfer bekamen und sich ansonsten wohl über die Wellen und die Performance der Akteure austauschten (obwohl ich natürlich kein Wort verstanden hab).

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09.09.26 19.Tag: Molietes-de-Maa nach Biarritz

Der nächtliche Regen hat rechtzeitig morgens aufgehört, so dass wir nach einem "flying Breakfast" (Croissant-au-framboise und Café-au-lait vor der Bäckerei gleich vor dem Campingplatz) auf die letzte Etappe gestartet sind. Erstmal hat uns Komoot durch den halben Golfplatz dort navigiert, war aber ok, wir hatten eh nen Helm auf. Dann wieder auf Fahrradautobahnen durch den noch regennassen Wald (hab gelesen es sei der größte angepflanzte Wald Europas, unter Napoleon III. der damit per Gesetz selbst als Kaiser und teils gegen den  Widerstand der Bevölkerung dort, weil denen dadurch Weidefläche genommen wurde, eine große Infrastrukturmaßnahme durchgesetzt hat, die langfristig positiv für (fast) alle war, was heutzutage so nur noch schwer vorstellbar ist (außer in China oder so)).

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08.09.26 18ter Tag: Strandtag in Moliets-et-Maa

Der Trampolin-Boden im Hüttchen war zwar witzig aber doch ziemlich hart, so direkt mit dem Schlafsack drauf liegen stellte sich als limitiert komfortabel heraus. Dennoch beschließen wir doch noch eine Nacht dranzuhängen, trotzdem die Anlage jetzt nicht ganz unser Geschmack ist. Soll ja regnen und den Kram einpacken, 20km fahren und dann ein nasses Zelt zu riskieren war uns dann auch zu blöd.

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07.09.26 17ter Tag: Mimizan nach Moliets de Maa

Heute wieder Radeln, wenn auch nur ne kurze Etappe. Wir frühstücken noch gemütlich und reichlich im Hotel, dann los, gleich auf einen der schönsten Abschnitte der Velodysee, es geht hinter den Dünen auf hervorragendem AsphaltRadWeg durch den Wald. Perfekte Radstrecke, meist im Schatten, super entspannt zu fahren. Wir fahren mal auf einen Abstecher und einen Café au Lait zum Strand, scheint ein Ort mit guten Wellen zu sein, sind viele Surfer da (St.-Girondes-Plage). 

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05.09.26 15ter Tag: Strandtag in Mimizan

Strandtag heute, heißt frühstücken im Hotel laaangsam an den Strand, den Wellen zuschauen und zuhören, reinspringen und durch die Wellen tauchen, die sehr ordentlich sind. Schwimmen im Atlantik macht zehnmal mehr Laune als dümpeln im Mittelmeer (finde ich jedenfalls). Abends in Mimizan noch was Essen, das war's...

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03.09.26: 13ter Tag: Bordeaux zur Dune to Pilat

Erstmal raus aus Bordeaux, im Berufsverkehr, zum Glück meist auf Radspuren die es hier zuhauf gibt. Danach ist die Strecke wenig ereignisreich, denn es geht ziemlich geradeaus entlang einer Ausfallstrasse (warum heißt die eigentlich so, hat ja nichts mit einem Ausfall zu tun), auf Bestens asphaltiertem Radweg. Wenig abwechslungsreich aber super zu fahren. Es ist ziemlich warm, fast 30 Grad, merkt man beim Radfahren aber nicht so.

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02.09.26 Zwölfter Tag: Bummeln in Bordeaux

Wir fanden es gar nicht so einfach auszusuchen, was in Bordeaux an einem Tag so anzuschauen geht. Nachdem wir gestern schon ein Stück in der Stadt gelaufen sind, entscheiden wir uns zunächst zum Börsenplatz zu gehen, am Ufer der Garonne, wo der Le Miroir d'eau ist, eine große, nur Zentimeter tiefe Wasserfläche, in der sich die schönen Gebäude widerspiegeln sollen. Theoretisch gute Idee, nur bei Wind blöd, weil sich die Wasseroberfläche natürlich kräuselt und nix mehr spiegelt.

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01.09.26 Elfter Tag: Vom in-the-middle-of-nowhere-Camping nach Bordeaux

Im kleinen Restaurant des Campingplatzes nehmen wir noch ein leckeres Frühstück mit selbstgemachter Marmelade zu uns, dann geht es weiter. Das Wetter ist prima, kein Regen in der Nacht, kein Regen in Sicht. Erstmal geht's durch Palus und meist bergab. Falls das jemand - wie ich - nicht weiß: Was in Deutschland schlicht "Flachlage" heißt, heißt hier Palu, also quasi Weinberg in der Ebene. Der Wein ist angeblich nicht so gut wie Hanglage oder Steillage, das sieht man den Sträuchern aber nicht an... 

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31.08.26 Zehnter Tag: Von Royan auf nen Campingplatz

Start vom Campingplatz wie üblich, es hatte nachts geregnet war aber alles schon wieder trocken. Blauer Himmel und angenehme Temperaturen. Zunächst an der Strandpromenade noch ein Frühstück eingenommen und dann entlang der Strandpromenade. Interessante Frühsportvariante war zu beobachten: Größere Gruppen mit Warnwesten bekleideter Menschen trafen sich im Meer, etwa bis zum Bauch im Wasser und in der Brandung marschierten zügigen Schrittes im Gleichschritt im Wasser lang. Sah sehr lustig aus, wohl eine Art WaterWalking oder so..  hatte ich so noch nie gesehen... (Leider kein Bild gemacht...)

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29.08.26 Achter Tag: Ruhetag in La Rochelle

Ruhetag in einem kleinen aber netten und zentralen AirBnB in La Rochelle. Gemütlicher Stadtbummel, Geschäfte anschauen, den Hafen anschauen, die Markthalle anschauen, mit vielen Leckereien, leichter Niesel aber in den Arkaden in der Altstadt kein Problem, einen Café au Lait, eine Bäckerei mit Croissant au amande gefunden 😋, und bisschen gechillt. 

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28.08.26: Siebter Tag: Von Guitierre nach La Rochelle

Waagrecht immerhin war es die Nacht, dafür regnerisch. Blöderweise kurz vor dem Aufstehen nochmal ein richtiger Duscher, so dass wir nach dem Frühstücken im Campinplatz-Kiosk leider das Zelt nass einpacken mussten. Halb so wild, aber halt auch nicht optimal. Der Regen war dann gleich vorbei so dass wir etwa 1km nach dem Losfahren die Regensachen wieder ausgezogen haben, denn es ist ja warm und mit der Regenhose wird's schnell richtig warm.

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27.08.26 Sechster Tag: Von Notre-Dames-de-Monts nach Guitierre

Nach einer sehr waagrechten Nacht mit hohen Schlafwerten starten wir frisch und ausgeruht auf die Strecke. Es hat über Nacht geregnet, die Hütte also taktisch überragend gewählt, der Morgen ist frisch und sonnig. Der Weg, Velodysee, geht auf einem Radweg durch Pinienwälder, dann direkt an der Küste entlang teils durch kleine Orte an der Küste. Diese haben einen leichte 70er Charme mit pittoresken Betonburgen. Es läuft heute deutlich besser als gestern, die Räder fahren (fast) von selbst. In einem Café an der Strandpromenade von Saint-Jean-de-Mont trinken wir einen Café-au-lait, dazu ein Criossant. Weiter aufladen hervorragend ausgebauten Radweg, teils am Meer, teils durch Wald oder Hinterland. 

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26.08.26, Fünfter Tag: Prefailles nach Notre-Dame-de-Monts

Eine Wasserwaage wäre hilfreich gewesen... Offenbar gibt es beim Zelten einen Grad an seitlicher Bodenneigung des Zeltbodens bei dem zwar kein Wegrollen möglich ist, aber alleine das Gefühl, man könnte vielleicht doch, die Schlafwerte deutlich verschlechtert. Optisch sah es beim Aufbauen jedenfalls grade ok aus, aber beim Liegen war das Gefühl doch eher einseitig. Wenn du dann drinliegst stehst du halt auch nicht mehr auf, räumst alles wieder raus und drehst das Zelt... Folglich waren vor allem Andreas Schlafwerte schlecht und die Begeisterung am Start etwas limitiert.

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25.08.26 Vierter Tag: Nantes nach Prefailles

Die Nacht in dem Hotel war gut, bis auf einen Aufreger gegen 2:30, als uns plötzlich der Feueralarm lautstark aus dem Tiefschlaf riss. Seehr laut und durchaus verwirrend. Andrea ist gleich rausgelaufen und hat sich paar anderen Leuten angeschlossen, die zwar ähnlich verwirrt waren, aber schon mit dem Nötigsten unter dem Arm auf dem Weg nach unten. Ich war von Anfang an der Meinung das könne ja nur Fehlalarm sein, nichts zu sehen, nichts zu riechen also - zum völligen Unverständnis meiner besseren Hälfte- erstmal wieder umgedreht. Nach ein paar Minuten kam sie dann wieder, meinte es sei wohl ein Fehlalarm gewesen hat mich mit einem verständnislosen Kopfschütteln bedacht und sich dann wieder hingelegt...

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24.08.26 Dritter Tag: Von Masserac nach Nantes

Gestern Abend gab's noch ein Abendessen vom Hof hier (nachdem Sonntag war, der nächste Laden 7km Weg war, hatten wir nicht wirklich was dabei); Valerie vom Fass, hat uns Zucchini, frische Eier von den Hühnern, Zwiebeln, Knoblauch und Quinoa gebracht, davon konnten wir in der kleinen Küche lecker Gemüsepfanne mit Rührei machen, das war lecker (hatten auch Appetit...).

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23.08.2026 Zweiter Tag: FlixBus Teil 2 und von Rennes nach Masserac

Der restliche Teil der Busfahrt verlief problemlos, schlafen konnten wir so gut, wie man halt in einem Bus schlafen kann. Der Busfahrer hatte sich in Le Mans (letzter Halt vor Rennes) wohl seiner Rennfahrerkarriere erinnert, so dass wir eine halbe Stunde vor dem Plan gegen 6:30 in Rennes waren. Bisschen müde aber mit unversehrten Rädern und vollständigem Gepäck (was einer Mitfahrerin so nicht vergönnt war, denn ihr Koffer war nicht mehr da...).

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22.08.26: Erster Tag, Anreise mit dem Flix-Bus (Teil 1)

Samstagmorgen, ganz entspannt die Räder gepackt, und zur S-Bahn gefahren. Erste Etappe also S-Bahn, , etwas komplizierter als sonst, wegen der Stammstrecke Sperrung. Also anstatt direkt, in Berg am Laim einmal umsteigen. Aber kein Problem… Dann an der Hackerbrücke zum ZOB und auf den Flixbus warten. Der kommt superpünktlich, die Räder werden von dem freundlichen Flixbus Helfer ordentlich auf den Fahrradträger geladen, natürlich unter meiner strengen Kontrolle. Dann nehmen wir unsere Panoramaplätze ein, das sind die in einem Doppeldecker-Bus oben ganz vorne. Bei der ersten Brücke duckt man sich unwillkürlich, ansonsten ist das da ein schönes Fahrgefühl und bissl mehr Fußraum hat man auch.

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