Wir fanden es gar nicht so einfach auszusuchen, was in Bordeaux an einem Tag so anzuschauen geht. Nachdem wir gestern schon ein Stück in der Stadt gelaufen sind, entscheiden wir uns zunächst zum Börsenplatz zu gehen, am Ufer der Garonne, wo der Le Miroir d'eau ist, eine große, nur Zentimeter tiefe Wasserfläche, in der sich die schönen Gebäude widerspiegeln sollen. Theoretisch gute Idee, nur bei Wind blöd, weil sich die Wasseroberfläche natürlich kräuselt und nix mehr spiegelt.
Was mir nicht bewusst war ist, dass auch Kreuzfahrtschiffe bis direkt quasi in die Innenstadt von Bordeaux fahren können. (Haben Kreuzfahrtschiffe eigentlich was mit Kreuzzügen zu tun?). Eines von denen war tatsächlich da am Start. Stand "Nassau" drauf, ganz schönes Stück Weg...
Weiter unten am Fluss konnten wir dann die größte Hub-Brücke Europas in Aktion bewundern, eine Brücke, die nicht aufklappt, sondern das komplette 170m lange Mittelteil auf beeindruckende 55m Höhe nach oben fährt. Durchaus erstaunlich wie das Teil sich da langsam hochschraubt.
Weiter auf dem Weg zu den "Bassins de Lumières" nehmen wir in der Markthalle auf dem Weg noch einen Café au lait mit.
Die Bassins sind in einem ehemaligen U-Boot Stützpunkt der Deutschen Wehrmacht aus dem zweiten Weltkrieg, in dem die U-Boot Docks zu einem digitalen Kunstmuseum umgebaut wurden. Man geht in dieses unheimliche Beton-Mahnmal, von 6.500 Zwangsarbeitern erbaut, mit meterdicker Decke, um den deutschen U-Booten einen sicheren Platz mit Zugang zum Atlantik zu schaffen. Innen voll duster aber mit den Projektionen dann sehr gut.
Ein Thema war Matisse und seine Farben, und kurz noch Frida Kahlo, mit Musik und Rundumprojektion und dann noch die Spiegelungen in den Becken, ziemlich cool.
Wir mussten nochmal zurück zu der Markthalle, da gab's nämlich leckere Sachen da haben wir noch ne Kleinigkeit zu uns genommen...
Durch irgendein Stadtviertel wieder zurück, Namen hab ich vergessen, ewig gelatscht aber trotzdem interessant, schon schön Bordeaux.
Abends nochmal ne Runde durch Saint Pierre, kleine Gassen und überall Bars und Kneipen und Leute die draußen sitzen...
und dann nochmal zu dem Wasser-Spiegel, abends war's da auch schön, am Fluss-Ufer.
Musik des Tages (weil das ja klar war): "Das Boot, Klaus Doldinger"
Kommentar hinzufügen
Kommentare