Heute wieder Radeln, wenn auch nur ne kurze Etappe. Wir frühstücken noch gemütlich und reichlich im Hotel, dann los, gleich auf einen der schönsten Abschnitte der Velodysee, es geht hinter den Dünen auf hervorragendem AsphaltRadWeg durch den Wald. Perfekte Radstrecke, meist im Schatten, super entspannt zu fahren.
Wir fahren mal auf einen Abstecher und einen Café au Lait zum Strand, scheint ein Ort mit guten Wellen zu sein, sind viele Surfer da (St.-Girondes-Plage).
Weil der Weg oft nebeneinander fahren zulässt, diskutieren wir warum eigentlich bei Paar-Radel-Gruppen (fast) immer der Mann - mit mehr oder weniger großem Abstand voraus fährt. Mein Argument, dass meistens der Mann sich mit der Technik rumschlägt und das Navi dran hat wird weggewischt und gekontert mit "Männer können grundsätzlich nicht hinterherfahren, das ist halt so" was natürlich allzu pauschal und so nicht akzeptabel ist. Weiterer Erklärungsversuch war dann, dass Frauen gerne links und rechts schauen, mal hier nen Baum, mal da ne Blume länger betrachten wollten und deshalb nicht immer Vollgas fahren, Männer dagegen stur gradeaus starrend, quasi mit Tunnelblick, auf Strecke und "Schnitt" fixiert dann halt voraus vorneweg preschen müssen. Klingt für mich auch nicht überzeugend... Die unterschiedliche Physis, die ich ins Feld führe, wird sofort durch das nächste Pärchen vernichtet, bei dem die Bauchkugel des nur knapp vorne liegenden Mannes trotz Presswurstradshirt fast auf dem Oberrohr aufliegt, der also in Punkto getretene Watt pro Kilogramm der nachfolgenden eher zierlichen Dame ziemlich klar unterlegen sein dürfte. Bei E-Bike Rad PaarTeams ist ihr Abstand hinter ihm übrigens überwiegend deutlich kleiner. Spricht entweder für überdurchschnittlich geübte WindschattenFahrerinnen oder wäre dann doch ein Argument für die Physis.
Nach lockeren 55km kommen wir am Ziel an. Wir fanden das Hüttchen auf Pfählen witzig, deshalb die Wahl, wir hatten aber nicht realisiert, dass die Anlage ein Feriendorf mit Rutschenparadies und Trallala und ziemlich in deutscher Hand war. Naja, wir schauen mal, das Pfahlhäuschen mit Trampolin-Boden als Schlafplatz ist trotzdem witzig.
Song des Tages (ob der vorigen Diskussion heute zwei, einer von jedem, was von wem braucht nicht weiter vermerkt werden): "Neue Männer braucht das Land, Ina Deter" und "Frontman, Jack Thammarat"
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