31.05.24 Etappe 5 - Meditation Du Canal

Nach einem Abend auf der Campingplatz Terasse (mit Meteor (Bier)) war die Nacht im Zelt dann doch wieder ziemlich regnerisch. Okay, das Zelt selbst ist ja trocken, aber außen rum plätschert und rumpelt es dann doch immer ganz schön und morgens ist alles außen rum ziemlich feucht. Ausnahmsweise gab es Frühstück, mit Croissant und Chocolat und Kaffee. Dann ging's um etwa 9:15 Uhr los. Das erste Stück wieder zurück auf die Strecke des Euro Velo sechs war etwas ätzend, weil ich die Route selbst geplant hatte und die teilweise auf so ner Bundesstraße entlang ging. Außerdem habe ich mich tatsächlich zweimal verfahren, was mit Navi eigentlich nicht geht, aber wenn man vor sich hin stiert und noch nicht so richtig fit ist, dann kann das schon mal vorkommen, dass man das Piepsen des Navis ignoriert. Sau ärgerlich...

die Strecke führt entlang des Rhein – Rhone – Kanals. Da macht es nicht so viel Sinn viele Fotos zu machen, denn die sehen alle gleich aus. Es geht einfach auf einer sehr schönen asphaltierten Fahrradstraße parallel eben entlang dem Kanal. Die Abwechslung besteht darin, dass man mal über eine Brücke auf die rechte Seite fährt und mal über eine andere Brücke wieder auf die linke Seite... Die Fahrt an sich gestaltet sich dann eher meditativ, denn man fährt einfach so vor sich hin und das Ganze am Kanal etwa 30 km lang.

Trotzdem ging es ganz gut zu fahren, denn es hat die meiste Zeit jedenfalls nicht geregnet.

Der Kanal geht dann in einen Fluss über, der Doubs, das ist eine Kopie der Altmühllandschaft. Der Fluss windet sich durch Wald, die Hügel, immer wieder Kommt man an Felsformationen vorbei, die an der Seite auftragen wie in Dollnstein oder vor Riedenburg. Ich hätte also eigentlich auch daheim bleiben können...

Beim ersten Versuch essen zu kaufen, hat mich Google veräppelt, denn da wo Google meinte, dass der Laden steht, war nichts mehr. Zum Glück bin ich dann später in einem Lidl fündig geworden und konnte Müsliriegel, Brot, Käse etc. nachfüllen.

Kurz bevor ich an dem lang ersehnten von mir hervorragend ausgewählten Campingplatz ankam, hat es erst noch mal richtig angefangen zu regnen. Allerdings war ich dann sehr enttäuscht feststellen zu müssen, dass der angekündigte Campingplatz irgendein Wohnmobilabstellplatz ist und kein öffentlichen Zeltplatz. Also besser zweimal auf Google nachschauen, wenn's um den Zeltplatz geht. 

Der nächste Campingplatz auf der Karte war ein so genannter Natur Campingplatz in circa 7 km Kilometer Entfernung, den habe ich dann angesteuert. Wie sich herausstellte ein sehr netter, holländisch stämmiger Typ, der mich in Arbeitsklamotten begrüßt hat und mir angeboten hat entweder auf einem seiner zwei Wiesen das Zelt aufzuschlagen oder in seinem Schuppen zu übernachten. Nach kurzer Überlegung habe ich dann Letzteres vorgezogen, was ich als hervorragende Entscheidung herausgestellt hat, denn nach kurzer Zeit hat es wieder richtig zu schütten angefangen. Also alles richtig gemacht, Zelt trocken, Armin trocken. Der Schuppen ist zwar kein Hotel, aber es gibt einen Tisch, zwei Stühle und einen trockenen Platz zum schlafen, das ist hervorragend!

Der Zielort heißt übrigens Fourbanne am Doubs.

Die Etappendaten: 106 km (unabsichtlich), etwas über 18 Schnitt, gut 8 Std unterwegs.

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Kommentare

Peter
Vor 2 Jahr

Schöner Schuppen! Wenn er dir gefällt, kannst beim nächsten feiern bei uns gerne in unserer Garage nächtigen 😇

Peter
Vor 2 Jahr

Der Blog ist super Armin. Danke dass du uns auf deiner (noch verregneten) Reise mitnimmst. Mit mehr als 100km heute hast du dir dein Weissbierschnitt verdient!

Andi B.
Vor 2 Jahr

Servus Armin,
habe gerade Deine heutige Tour (die anderen Touren natürlich auch) gelesen.
Wirklich echt sehr beeindruckend.
Ich freue mich schon auf die kommenden Berichte von Dir.
Weiterhin alles Gute und hoffentlich bald besseres Wetter.
Schöne Grüße
Andi